Warum Fair beschaffen?

Die Öffentliche Hand bezieht tagtäglich Waren aus Billiglohnländern, zum Beispiel Kaffee, Tee, Orangensaft oder Textilien. Die Arbeitsbedingungen in Billiglohnländern sind jedoch für ÖsterreicherInnen kaum vorstellbar. Menschenrechtsverletzungen stehen an der Tagesordnung, Arbeitsschutzstandards werden nicht eingehalten oder existieren erst gar nicht. Die ArbeiterInnen sind schutzlos verschiedensten Chemikalien ausgeliefert und tragen Krankheiten und Verletzungen davon. Kinder verbringen die Tage auf Plantagen statt die Schule zu besuchen und ohne Bildung haben sie keine Chance jemals aus diesem Teufelskreis auszubrechen. Im Kampf ums Überleben liefern sich Menschen täglich untragbaren Verhältnissen aus, um ein wenig Geld für sich und ihre Familie zu verdienen.

 
Öffentliche Auftraggeber in Österreich haben es in der Hand:
  • Sie tragen Verantwortung für die Verwendung der Steuergelder.
  • Sie geben jährlich rund 40 Milliarden Euro für Güter und Dienstleistungen aus und besitzen somit enormes wirtschaftliches Potenzial und können dadurch Märkte bewegen.
  • Sie können Vorbilder sein  und über die öffentliche Beschaffung demonstrieren, dass es ihnen nicht gleichgültig ist, unter welchen Bedingungen die Produkte die sie einkaufen produziert werden.
 
Was sind faire Produkte?
 
Faire Produkte wurden unter Einhaltung folgender Kriterien produziert:
 
  • Keine Kinderarbeit
  • Keine Zwangsarbeit
  • Keine Diskriminierung
  • Vereinigungsfreiheit
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • Bezahlung eines menschenwürdigen Lohns bzw. Fairer Preise
 

In Österreich wurde Jahrhunderte lang für menschenwürdige Arbeitsbedingungen gekämpft, Bedingungen, die heute Standard sind. Wir müssen uns dafür einsetzen, dass soziale Mindeststandards überall auf der Welt eingehalten werden. Sozial faire Beschaffung ist ein wichtiger Beitrag zu Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen weltweit!